Der Podcast "Betreutes Fühlen" wird moderiert von Atze Schröder und Leon Windscheid. In dieser Episode führen die beiden ein tiefgründiges Gespräch über das Thema, wie der Körper als Archiv fungiert und Wissen speichert, das nicht immer verbal oder schriftlich weitergegeben werden kann.
Leon beginnt das Gespräch, indem er über seine Reise und Erfahrungen mit Schlafphasen spricht und dann eine These aufstellt, dass Menschen in bestimmten Berufen schnell erkennen, ob jemand das Potenzial für diesen Beruf hat, ähnlich wie bei einem aktuellen Gedanken, den er während eines Laufs hatte. Atze und Leon diskutieren darüber, ob Talent allein ausreicht oder ob man bestimmte Fähigkeiten schnell erkennen kann. Sie ziehen Parallelen zu Lehrberufen und anderen Berufsfeldern, wo Menschen oft in kurzer Zeit beurteilt werden.
Ein zentrales Thema der Episode ist die Idee, dass der Körper als Archiv fungiert, ein Konzept, das Leon fasziniert hat. Er erzählt von der Erfahrung, Inlineskaten als Kind gelernt zu haben, und wie bestimmte körperliche Erinnerungen und Fähigkeiten in uns gespeichert bleiben, ähnlich wie beim Fahrradfahren oder Schwimmen, die man nie verlernt.
Die beiden Hosts gehen auch auf historische Beispiele ein, wie die Geigenbaukunst von Antonio Stradivari, und wie bestimmte handwerkliche Fähigkeiten nicht einfach durch Anleitungen reproduziert werden können. Sie diskutieren die Bedeutung von körperlichem Wissen, das nicht in Worte gefasst, sondern durch körperliches Erleben und Weitergeben gelernt wird.
Ein weiterer wichtiger Teil der Diskussion dreht sich um das Thema Trauma. Bessel van der Kolk, ein bekannter Traumaforscher, wird zitiert, um zu zeigen, dass Trauma nicht nur psychologische, sondern auch physiologische Auswirkungen hat. Der Körper speichert traumatische Erfahrungen, und dies kann zu dauerhaften körperlichen Reaktionen führen. Leon teilt ein persönliches Erlebnis, um zu verdeutlichen, wie stark der Körper auf stressige oder traumatische Ereignisse reagieren kann.
Die Hosts sprechen darüber, wie wichtig es ist, den Körper in der heutigen Zeit, in der viele Menschen einen sitzenden Lebensstil führen, bewusst wahrzunehmen und zu pflegen. Sie betonen die Bedeutung von körperlicher Aktivität und der bewussten Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper als Mittel zur Verbesserung des Wohlbefindens und zur Bewältigung von Stress.
Abschließend reflektieren sie über die Bedeutung von körperlicher Nähe und Berührung, sei es durch Sport, Tanz oder einfach durch das körperliche Zusammensein mit anderen Menschen.